Gemeinsam gegen Ackergifte

Durch Ihren Kauf der Aktionsprodukte im März 2019 konnten wir gemeinsam die über 125 neuen Mess-Stationen in ganz Deutschland aufbauen – vielen Dank für Ihr Engagement!

 

Jetzt geht es weiter

Im Aktionszeitraum Oktober 2019 sammlen wir gemeinsam einen Teil der Produkt-Erlöse für den „Ackergifte? Nein Danke! – Kampagnen-Fonds“ zur Unterstützung einer unabhängigen Studie. Wie? Wählen Sie bei Ihrem Einkauf einfach die gekennzeichneten Bio-Produkte der teilnehmenden Hersteller (Verfügbar ab Oktober 2019). Sie spenden einen Teil ihrer Erlöse – ohne Mehrkosten und mit 100% Genuss für Sie.

 

Unterstützen Sie uns auch diesmal

Die Mess-Stationen werden seit April ein halbes Jahr lang von Freiwilligen betreut – unter fachlicher und organisatorischer Leitung des unabhängigen Sachverständigenbüros TIEM Integrierte Umweltüberwachung. Durch die hohe Anzahl der Mess-Stationen werden vielfältige Landschaftsräume untersucht, im Vordergrund: landwirtschaftlich geprägte Räume, hin zu ausgewiesenen Schutzgebieten und innerstädtischen Siedlungsbereichen.
Durch die Vielzahl der Standorte und die Kombination verschiedener Mess-Methoden werden die Ergebnisse belastbar. In unserer Studie werden neben Sammelfiltern auch Filtermatten aus Belüftungsanlagen, Baumrinde und Bienenbrot analysiert. Nach der Produktion und dem Aufstellen der Filter im April kommt nun im Herbst die nächste große finanzielle Etappe unseres Forschungsprojektes. Die Analysen und Auswertung der Proben aller Standorte stellen einen der größten Kostenfaktoren der Studie dar. Die Analysen, mit denen wir die Luft auf gefährliche Gifte untersuchen, erfolgen im November 2019. Mit unserer gemeinsamen Aktion im Oktober möchten wir die Finanzierung dieser aufwendigen Forschungsarbeit sicherstellen. Mit dem Kauf der gekennzeichneten Aktionsprodukte können Sie helfen – Machen Sie mit!

Problemlage: 40.000 Tonnen Gift

In Deutschland werden jährlich über 40.000 Tonnen Ackergifte versprüht, von denen viele nachweislich gesundheitsschädlich sind. Die Bodenfruchtbarkeit geht durch den Einsatz von Ackerchemie verloren. Die Artenvielfalt schwindet. Trinkwasser muss von Schadstoffen aus der Landwirtschaft gereinigt werden. Und: Es besteht der Verdacht, dass selbst die Luft zum Atmen mit Wirkstoffen aus Ackergiften belastet ist!

Warum Ackergifte so gefährlich sind

Ackergifte sind chemische Tötungsmittel, die gegen Pflanzen (Herbizide), Pilze (Fungizide) und Insekten (Insektizide) auf den Äckern ausgebracht werden. Darunter sind hochgiftige Wirkstoffe, die nicht nur Bienen töten und im Verdacht stehen, Menschen gesundheitlich zu schädigen.

Bisherige Folgen

Der Einsatz von Ackergiften in der Agrarindustrie hat unter anderem dazu geführt, dass:

  • jeder zweite Feldvogel ausgestorben ist,
  • die Hälfte der Arten in den Ackergewässern verloren
    gegangen ist,
  • seit den 1980er Jahren 80 Prozent der Insekten
    verschwunden sind,
  • auf vielen Ackerflächen kein Humus mehr entsteht,
  • durch Wasser- und Winderosion kostbarer Boden
    verloren
    geht.

Um dem entgegenzuwirken, müssen wir uns gemeinsam für gesunde Böden und artenreiche Feldgemeinschaften ohne Ackergifte einsetzen.

Der wissenschaftliche Hintergrund

Eine erste Feldstudie mit 2011 Probanden in Deutschland ergab eine Glyphosatbelastung von 99,6 % der Urinproben. Um zu erforschen, wie die Ackergifte in unsere Körper gelangen, hat das Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft bereits eine Baumrinden-Studie durchgeführt. Diese erhärtet den Verdacht, dass Pestizid-Wirkstoffe mit dem Wind weite Strecken zurücklegen können. So gelangen sie in Privatgärten, Wohngebiete in Stadt und Land und auf Bio-Äcker – mit unkalkulierbaren Auswirkungen
für Pflanzen, Tiere und Menschen.
Auch die Grundlagen des Bio-Anbaus sind bedroht. Mit unserer aktuellen und größten Studie für Deutschland erhalten wir wissenschaftliche Ergebnisse, auf Grund derer Politik und Gesellschaft
handeln müssen.

Die Kampagne „Ackergifte? Nein Danke!“ geht in die zweite Runde. Bereits im März dieses Jahres nahmen einige Hersteller an der Kampagne teil.
Weitere Infos und welche Hersteller sich diesmal engagieren erfahren Sie hier: