Gemeinsam gegen Ackergifte

Durch Ihren Kauf der Aktionsprodukte im März 2019 konnten wir gemeinsam die über 125 neuen Mess-Stationen in ganz Deutschland aufbauen – vielen Dank für Ihr Engagement!

 

Im Oktober 2019 ging es weiter

Im Aktionszeitraum Oktober 2019 sammelten wir gemeinsam einen Teil der Produkt-Erlöse für den “Ackergifte? Nein Danke! – Kampagnen-Fonds” zur Unterstützung einer unabhängigen Studie. Wie? Bei Ihrem Einkauf konnten Sie einfach die gekennzeichneten Bio-Produkte der teilnehmenden Hersteller wählen. Die Hersteller spendeten einen Teil ihrer Erlöse – ohne Mehrkosten und mit 100% Genuss für Sie.

Problemlage: 40.000 Tonnen Gift

In Deutschland werden jährlich über 40.000 Tonnen Ackergifte versprüht, von denen viele nachweislich gesundheitsschädlich sind. Die Bodenfruchtbarkeit geht durch den Einsatz von Ackerchemie verloren. Die Artenvielfalt schwindet. Trinkwasser muss von Schadstoffen aus der Landwirtschaft gereinigt werden. Und: Es besteht der Verdacht, dass selbst die Luft zum Atmen mit Wirkstoffen aus Ackergiften belastet ist!

Warum Ackergifte so gefährlich sind

Ackergifte sind chemische Tötungsmittel, die gegen Pflanzen (Herbizide), Pilze (Fungizide) und Insekten (Insektizide) auf den Äckern ausgebracht werden. Darunter sind hochgiftige Wirkstoffe, die nicht nur Bienen töten und im Verdacht stehen, Menschen gesundheitlich zu schädigen.

Bisherige Folgen

Der Einsatz von Ackergiften in der Agrarindustrie hat unter anderem dazu geführt, dass:

  • jeder zweite Feldvogel ausgestorben ist,
  • die Hälfte der Arten in den Ackergewässern verloren
    gegangen ist,
  • seit den 1980er Jahren 80 Prozent der Insekten
    verschwunden sind,
  • auf vielen Ackerflächen kein Humus mehr entsteht,
  • durch Wasser- und Winderosion kostbarer Boden
    verloren
    geht.

Um dem entgegenzuwirken, müssen wir uns gemeinsam für gesunde Böden und artenreiche Feldgemeinschaften ohne Ackergifte einsetzen.

Wenn Sie mehr zu Pestiziden in der Luft wissen wollen, gibt es die wichstigsten Antworten auf whispert.de. whispert-embed-pestizide-171x171

Der wissenschaftliche Hintergrund

Eine erste Feldstudie mit 2011 Probanden in Deutschland ergab eine Glyphosatbelastung von 99,6 % der Urinproben. Um zu erforschen, wie die Ackergifte in unsere Körper gelangen, hat das Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft bereits eine Baumrinden-Studie durchgeführt. Diese erhärtet den Verdacht, dass Pestizid-Wirkstoffe mit dem Wind weite Strecken zurücklegen können. So gelangen sie in Privatgärten, Wohngebiete in Stadt und Land und auf Bio-Äcker – mit unkalkulierbaren Auswirkungen für Pflanzen, Tiere und Menschen. Auch die Grundlagen des Bio-Anbaus sind bedroht. Mit unserer aktuellen und größten Studie für Deutschland erhalten wir wissenschaftliche Ergebnisse, auf Grund derer Politik und Gesellschaft
handeln müssen.

Aktionsprodukte im Oktober 2019

Die Kampagne “Ackergifte? Nein Danke!” geht in die zweite Runde. Bereits im März dieses Jahres nahmen einige Hersteller an der Kampagne teil.
Weitere Infos und welche Hersteller sich diesmal engagieren erfahren Sie hier: